Drei Personen schauen gemeinsam auf einen Bildschirm – digitale Telematikinfrastruktur-Lösungen für Leistungserbringer im Gesundheitswesen.

Die Telematikinfrastruktur in der Heilmittelpraxis

10.07.2026

Lesedauer: 8 Min. 
Relevant für: Heilmittel, Hilfsmittel

Die Telematikinfrastruktur (TI) soll zukünftig alle Akteurinnen und Akteure des Gesundheitswesens miteinander verbinden und ist die technische Grundlage für die Digitalisierung. Doch was genau bedeutet die TI für Heilmittelpraxen? Unser Artikel liefert Antworten und gibt Orientierung auf Ihrem Weg in die digitale Zukunft. 

 

Vorschau des Leitfadens Bereit für die Telematikinfrastruktur
Praxisleitfaden

Bereit für die Telematikinfrastruktur

Erfahren Sie im kostenfreien Leitfaden, wie Sie Ihre Praxis optimal auf die TI vorbereiten.

Worum geht es bei der Telematikinfrastruktur?

Im Digitalen Versorgungsgesetz (DVG) wurde die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) durch die gematik GmbH beschlossen, um sukzessiv die bisherigen papierbasierten Prozesse durch digitale Verfahren abzulösen.
Die gematik GmbH wurde 2005 von den Spitzenorganisationen im deutschen Gesundheitswesen gegründet. Sie trägt die Gesamtverantwortung für die TI.

Mit der Einführung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens geschafft. Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken und Krankenhäuser sowie freiwillig manche Hebammen, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen sind bereits erfolgreich an die TI angebunden. Laut Umfragen der gematik GmbH werden der Informationsaustausch, die Prozesse und die medizinische Versorgung in Gesundheitseinrichtungen durch die bisherigen TI-Anwendungen als verbessert wahrgenommen.

Wie sieht es nun aber mit der Telematikinfrastruktur im Praxisalltag in der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und weiterer Leistungserbringer aus den Bereichen Heilmittel, Hilfsmittel und ambulanter Krankenpflege aus? Wann ist die Anbindung verpflichtend und was ist dabei zu beachten?

Rund um die TI ergeben sich eine Vielzahl von Fragen, die wir in diesem Artikel und in unserem kostenfreien Praxisleitfaden beantworten.

Was ist die Telematikinfrastruktur?

Die Telematikinfrastruktur ist ein eigenes, digitales Netzwerk zum Informationsaustausch und fester Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens. Sie gewährleistet eine sichere, vernetzte und abgestimmte Kommunikation zwischen allen Akteurinnen und Akteuren auf dem Gesundheitsmarkt. Nachdem Apotheken, Arztpraxen und weitere Einrichtungen der Gesundheitsversorgung bereits verpflichtend angebunden sind, soll die TI-Pflicht für Praxen im Bereich Heilmittel am 1. Oktober 2027 eingeführt werden.

Um dem Stress der Anbindungspflicht zu entgehen, haben einige Praxen der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie die Möglichkeit der freiwilligen Anbindung bereits genutzt. Alle anderen müssen Ihre Praxis bis zum Pflichttermin auf die TI vorbereiten.

Nach dem Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) wird die Teilnahme an der Telematikinfrastruktur für alle Heil- und Hilfsmittelerbringer voraussichtlich ab dem 01. Oktober 2027 verpflichtend. 

Welche Vorteile bietet die TI für die Gesundheitsfachberufe?

Als geschlossenes Netz haben nur registrierte Nutzerinnen und Nutzer (Personen oder Institutionen) Zugang zum digitalen Netzwerk.

Man kann die TI auch als Datenautobahn des Gesundheitswesens verstehen.

  • Datensicherheit: Aufgrund der hohen Datensicherheitsanforderungen dürfen nur geprüfte, zugelassene Akteure auf dieses Netzwerk zugreifen.
  • Patientenversorgung: Die TI ermöglicht eine moderne, sektorübergreifende Patientenversorgung.
  • Informationssicherheit: Medizinische Informationen und valide Daten, die für die Behandlung von Patientinnen und Patienten unabdingbar sind, werden so schneller und einfacher über die elektronische Patientenakte (ePA) verfügbar.
  • Abrechnungsprozess: Die teils mühsame Abrechnung mit den Krankenkassen soll erheblich erleichtert werden.

Welche Voraussetzungen gelten für die Nutzung der TI?

Um die Telematikinfrastruktur nutzen zu können, werden verschiedene Komponenten und Dienste benötigt, die von der gematik für den Einsatz in der TI zugelassen sein müssen. Diese teilen sich auf in technische Grundausstattung (Hardware und Software) sowie unterschiedliche Zertifizierungen. 

Die technische TI-Grundausstattung im Überblick:

  • TI-Zugang, bspw. via TI-Gateway oder eine TI-as-a-Service-Lösung wie NOVENTI Connect
  • Stationäre E-Health-Kartenterminals
  • TI-kompatible Praxissoftware für die Verknüpfung mit dem Praxismanagement (z. B. NOVENTI Ora)
  • Leistungsfähiger Internetanschluss

Diese Zertifizierungen benötigen Heilmittel-Berufe: 

  • Registrierung beim elektronischen Gesundheitsberufsregister (eGBR)
  • Freigeschaltete Institutionskarte (SMC-B)
  • Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

Alle Informationen mit Links für die Bestellung der Ausweise und Registrierungen finden Sie in unserer kostenfreien Checkliste.

Checkliste

TI-Anbindung: Schritt für Schritt

Unsere Checkliste führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess zur sicheren Anbindung an die Telematikinfrastruktur. 

TI-Partner und technischer Service

Noch ist die Anbindung an die Telematikinfrastruktur für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und andere Gesundheitsfachberufe freiwillig. 

Mit einem zuverlässigen und zukunftssicheren Partner können Sie sich und Ihre Praxis bereits jetzt vorbereiten und den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg wählen. 

Mit mehr als 5 Jahren TI-Erfahrung und über 6.000 erfolgreich durchgeführten TI-Installationen ist NOVENTI ein kompetenter Begleiter auf Ihrem Weg in die Telematikinfrastruktur. Von der elektronischen Verordnung durch eine Ärztin oder einen Arzt bis hin zur Übertragung dieser Daten vom Patientinnen und Patienten an Leistungserbringende und der anschließenden Abrechnung wurden verschiedene Varianten entwickelt, getestet und erfolgreich umgesetzt. NOVENTI ist somit aktiv daran beteiligt, den Gesundheitsmarkt mit der Anbindung an die TI zu versorgen.

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Porträtaufnahme von Susanne Schneider, Leitung Marketing GFB, mit hellen Haaren, Brille und schwarzem Blazer.

Susanne Schneider

Als Leitung Marketing Gesundheitsfachberufe bei der NOVENTI ist Susanne Schneider unter anderem für die Aufbereitung relevanter Informationen für die unterschiedlichen Berufsgruppen verantwortlich und steht dafür stets in enger Abstimmung mit dem Kundenservice, der Produktentwicklung sowie den Markt- und Kassenreferenten.

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