Telena telematisier´ doch mal

Telemedizinmythen aufgeklärt

Telemedizin

Sprechstunde im Wohnzimmer: Telemedizin ist auf dem Vormarsch.

Patienten in Deutschland können sich das Gespräch mit dem Arzt per Video-Sprechstunde, Online-Chat oder Telefon gut vorstellen. Jeder vierte Bundesbürger sieht solche telemedizinischen Lösungen als Ergänzung der Versorgung – denn auf den persönlichen Kontakt zu seinem Arzt und seinem Apotheker möchten die wenigsten verzichten. Das ergibt sich aus der Bevölkerungsumfrage „Future Health“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

Doch gleichzeitig gibt es viele Bedenken in Bezug auf den Mehrwert für die Apotheker, die Qualität der persönlichen Beratung und der Zertifizierung. In einer neuen Rubrik „Telena, telematisier´ doch mal!“ wird NOVENTI gemeinsam mit unserem Partner, dem Telemedizinanbieter ZAVA, diese Mythen der Telemedizin aufklären. Wenn auch Sie Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie uns und wir nehmen diese mit auf.

 

So einfach funktioniert Telemedizin für das eRezept am Beispiel ZAVA:

→ Schritt 1

Der Arzt verordnet eRezept über ZAVA mit QES (Qualifizierte Elektronische Signatur)

Über ZAVA signieren Ärzte nach durchgeführter Konsultation per Videosprechstunde ein eRezept. Dieses eRezept wird vom Arzt-System an den zentralen Rezeptspeicher der Gematik gemeldet. Dabei produziert er den eRezept-Token, den er dem Patienten momentan noch als Ausdruck und bald auch als digitale Variante zur Verfügung stellen kann.

→ Schritt 2

Der Patient wählt die Apotheke seiner Wahl per App

Der Patient erhält einen eRezept-Ausdruck. Der Ausdruck enthält einen Barcode als Referenz auf den Rezeptspeicher. Der Patient fotografiert den Barcode ab und kann z.B. mit Hilfe der gesund.de-App die Apotheke seiner Wahl auswählen, das Medikament anfragen und das eRezept dorthin versenden. Der Patient entscheidet ob er das Medikament selber in der Apotheke vor Ort abholen oder per Botendienst nach Hause geliefert bekommen möchte. Besitzt der Patient eine eGK mit NFC-Funktion, kann er voraussichtlich ab August 2021 über die Gematik-App das Rezept elektronisch zuweisen.

→ Schritt 3

Der Patient holt Medikament ab und bezahlt

Der Patient erscheint in der Apotheke und legt das eRezept als Papier oder Foto auf dem Smartphone vor. Auf einem eRezept können bis zu 3 Verordnungen hinterlegt werden mit jeweils einem eigenen QR-Code. Die Apotheke scannt das Bild und der Barcode wird automatisch erkannt und das zugehörige eRezept vom Rezeptspeicher in die Apotheke geladen. Damit ist das eRezept dieser Apotheke zugeordnet und kann von anderen Apotheken nicht verwendet werden. Der Patient kann das eRezept nicht anderweitig verwenden.

 

Vorteile der Telemedizin für Patienten und Apotheker

im Überblick

Nicht erst seit der Corona-Pandemie bildet die Telemedizin einen wichtigen Part im deutschen Gesundheitswesen. Kein Wunder, denn die Behandlung aus der Ferne bietet eine Menge Chancen und Vorteile, auch für die Apotheken vor Ort.

  • Durch das zusätzliche Angebot der Telemedizin können Kundenstämme ganz unkompliziert erweitert werden.
  • eRezepte helfen bei der kontaktlosen Gesundheitsversorgung.
  • Patienten können innerhalb weniger Stunden ein Video-Gespräch beim Arzt buchen, ein Rezept erhalten und ihr Medikament anschließend sofort in einer Apotheke ihrer Wahl in Empfang nehmen.
  • Hybride Modelle aus digitalen Sprechstunden und Vor-Ort-Apotheken, wie die von ZAVA und NOVENTI, gestalten den Wechsel zwischen den Welten dabei so einfach wie möglich und verbinden die einfachere medizinische Verfügbarkeit von Telemedizin mit der Beratungs-Expertise von Apothekern.

Mythos 1

Durch die Telemedizin könnte die Apotheke vor Ort obsolet werden, da die Rezepte nur noch online eingelöst werden

ZAVA erklärt: Diese Bedenken sind unbegründet. Patient*innen können frei entscheiden, ob sie das verschriebene Medikament innerhalb weniger Stunden vor Ort in ihrer Wunsch-Apotheke abholen oder nach Hause geschickt bekommen möchten.

Was außerdem ganz wichtig ist: Die freie Apothekenwahl der Patient*innen bleibt nach § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Apothekenwesen (ApoG) immer gewährleistet. Das bedeutet, dass Patient*innen in der Apotheke ihres Vertrauens die ausgestellten Rezepte einlösen können.

Dr. Hermann Sommer ergänzt, dass wir nach dem historischen Corona-Jahr 2020 mehr denn je die immense Bedeutung der Leistungserbringer vor Ort für das Funktionieren unseres Gesundheitswesens in Deutschland zu spüren bekommen haben. Zugleich hat aber auch die Digitalisierung der Branche in der Corona-Pandemie noch einmal deutlich an Tempo zugelegt. Damit Gesundheit Zukunft hat: Unser Anspruch bei NOVENTI ist, im Sinne der Apotheken, Ärzte sowie aller Heil- und Hilfsmittelerbringer diesen Weg in eine zunehmend digitale Zukunft zu gestalten und gangbar zu machen – und zugleich das zu sichern, was das deutsche Gesundheitssystem bis heute auszeichnet: die kompetente, flächendeckende und vor allem persönliche Versorgung der Menschen vor Ort auch in schwierigsten Zeiten.