Was benötigt die Apotheke für den Anschluss an die TI?

Anschluss an TI

Neben den besonders hohen Sicherheitsanforderungen an die Technik ist vor allem eine leistungsfähige und stabile Internetanbindung die Basis (> 50 Mbit auf Empfehlung von NOVENTI).

Für die TI-Anbindung benötigt die Apotheke eine technische Grundausstattung, die auch Erstausstattungsbundle genannt wird. Diese wird unabhängig von künftigen Anwendungen wie der eGesundheitskarte, der ePatientenakte oder dem eRezept aufgesetzt. In der Grundausstattung enthalten sein werden, ein zugelassener E-Health Konnektor, zwei Kartenleseterminals und eine sogenannte Institutionskarte (SMC-B Karte). Letztere wird benötigt, damit die Apotheke als berechtigter Leistungserbringer im E-Health Netzwerk erkannt wird.

Um als Apotheker Zugang zu den Anwendungen zu erhalten, werden über die Landesapothekerkammern Heilberufsausweise (HBA) ausgestellt. Information dazu gibt es über die Landesapothekerkammern.

Was wird wofür benötigt? (Begriffserklärungen):

  • (eHealth) Konnektor – zur sicheren Einbindung Ihrer Apothekensoftware an die Telematikinfrastruktur
  • Institutionskarte (SMC-B) zur Identifizierung der Apotheke als berechtigter Teilnehmer der Telematikinfrastruktur
  • Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) zur Identifizierung des Apothekers als berechtigten Teilnehmer an der Telematikinfrastruktur
  • TI-Softwaremodul für die Integration der Anwendungen in die Apothekensoftware
  • VPN-Zugangsdienst – für die sichere Anbindung an die Telematikinfrastruktur über ein Virtual Private Network (VPN)

Die gematik hat im September 2019 eine Checkliste herausgegeben, in welcher die Schritte und Voraussetzungen für einen Anschluss an die TI nochmals ausführlich erklärt werden.

In welcher Höhe und wann ist eine Kostenerstattung vorgesehen?

Anfang des Jahres haben sich der DAV und der GKV-Spitzenverband auf eine Finanzierung für die TI-Anbindung geeinigt. Für die Anschaffung eines Konnektors und zwei Kartenlesegeräten sowie deren Installation erhalten Apotheken einen Zuschuss in Höhe von 2.642 €.

Der Betrag setzt sich aus einer Hardwarepauschale in Höhe von 1.362 € sowie einer Aufwandspauschale in Höhe von 1.280 € für Installation, eventuelle Ausfallzeiten und entsprechende Schulungen zusammen. Zusätzlich wird es eine Betriebskostenpauschale von 210 € pro Quartal geben.

In Abhängigkeit von der Anzahl der pro Jahr abgegebenen Rx-Packungen gibt es zusätzliche Förderungen für Kartenleseterminals.

Die Erstattung erfolgt auf Nachweis und erst nach Inbetriebnahme. Ausgezahlt werden die Beträge über den bestehenden Nacht- und Notdienstfonds des DAV e.V.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Landesapothekenverbände und der DAV kürzlich explizit darauf hingewiesen haben, dass aktuell alle im Markt angebotenen Konnektoren NICHT die Förderungsbedingungen erfüllen. Daher sollte aktuell ein Kauf sorgfältig geprüft werden. NOVENTI garantiert ausschließlich förderungsfähige Komponenten auszuliefern.

Eine Übersicht zu den Ausstattungs- und Einrichtungspauschalen erhalten Sie auf der Website der GKV.

Bis wann sollte eine Apotheke angeschlossen sein?

Aus heutiger Sicht ist fraglich, ob der angekündigte Zeitplan der Anbindung aller Apotheken bis zum 30. September 2020 realistisch eingehalten werden kann. Sanktionen für Apotheken, die die Frist nicht einhalten können, sind im DVG bislang nicht vorgesehen. Dennoch ist ein frühzeitiger Anschluss an die Telematikinfrastruktur, aufgrund des zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzens durch die optimierten Prozesse zu empfehlen. Ohne eine Anbindung der Apotheken sind künftige Anwendungen wie der elektronische Medikationsplan nicht sinnvoll umsetzbar.

Unsere Empfehlung lautet daher, mit der Bestellung eines NOVENTI TI-Komplettpaketes frühzeitig eine fristgerechte Anbindung sicherzustellen.

NOVENTI prüft unter Berücksichtigung derzeit noch fehlender Zulassungen für Konnektoren alle Optionen im Markt, um zum richtigen Zeitpunkt für alle Apotheken die beste Qualität zum optimalen Preis zur Verfügung stellen zu können. Die Entscheidung für einen Konnektor ist dann sinnvoll, wenn gesichert ist, dass er eine Zulassung erhalten wird. Diese technische Entscheidung wird NOVENTI für seine Kunden treffen, sodass es bereits vor der Zulassung der Konnektoren möglich sein wird, NOVENTI mit der Bestellung zu beauftragen. Die Auslieferung erfolgt dann, sobald die Zulassungen erfolgt sind. Damit garantiert NOVENTI nur förderungsfähige Komponenten auszuliefern.