Apps auf Rezept

Wie funktionieren DiGAs und was nutzen sie uns?

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) – das klingt erst einmal befremdlich. Sind Körper, Krankheit und Gesundheit nicht eher etwas ziemlich Handfestes? Hier erfahren Sie, was es mit den digitalen Behandlungsmöglichkeiten auf sich hat.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind Apps und Webanwendungen mit medizinischem Zweck. Sie unterstützen Patientinnen und Patienten auf dem Weg zur Genesung, z.B. indem sie Informationen zur Krankheit vermitteln oder praktische Übungen anleiten und dadurch die Symptome lindern. Kurz gesagt: eine Art Therapie, die Sie digital wahrnehmen können – finanziert durch Ihre Krankenkasse.  Seit Oktober 2020 gibt es diese ausgewählte Gesundheits-Apps „auf Rezept“, das heißt, die gesetzlichen Krankenkassen erstatten unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten.

Die meisten DiGAs sind als Ergänzung zur Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten vorgesehen. Momentan gibt es 28 zugelassene DiGAs mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten, z.B. für die Behandlung von orthopädischen Problemen, Schlafstörungen, Tinnitus und psychischen Erkrankungen. Jede DiGA ist ein zertifiziertes Medizinprodukt mit wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit und strengen Anforderungen im Bereich Datensicherheit 

Doch welchen Beitrag können DiGA zur persönlichen Gesundheit leisten – gerade auch im Vergleich mit einer klassischen Behandlung?

Versorgungslücken werden geschlossen 

Ihre Diagnose steht fest, aber auf den freien Behandlungsplatz müssen Sie lange warten? Nicht mit DiGA. Hier erhalten Sie sofort die Hilfe, die Sie brauchen. Ohne lange Wartezeiten. Besonders für psychisch Erkrankte verbessert das die Versorgungslage enorm, da die Fallzahlen die bestehenden klassischen Therapieplätze bei weitem übersteigen. 

Bequem & Zeitsparend 

Eine DiGA-Behandlung passt sich Ihrem Alltag an. Ihr nächster Termin? Wann Sie möchten, wo Sie möchten. Keine Anfahrtszeiten, keine Wartezimmer. Mit dem Angebot von Telemedizin-Praxen und dem nun kommenden eRezept wird es sogar noch einfacher: Werden Sie einfach digital gesund – von der Diagnose, über die Verschreibung bis hin zur Behandlung. 

Sicherer Rahmen: Ihr Zuhause 

DiGA senken die Hemmschwelle der Behandlung. Bei manchen psychischen Erkrankungen wie Angststörungen und Phobien kann schon der Weg zur Therapie eine ganz eigene Herausforderung werden. DiGA können Sie aus der Sicherheit der eigenen vier Wände nutzen. Außerdem vermeiden Sie so jegliche Ansteckungsgefahr im Wartezimmer – in Zeiten der Pandemie ein echter Vorteil. 

Hilfreiche Ergänzung zur Behandlung 

Viele Apps bieten die Möglichkeit, Ihren Behandlungsfortschritt mit Ihrer Ärztin oder Arzt oder Therapeutin und Therapeut zu teilen. Natürlich nur, sofern Sie möchten. Das schafft viele neue Einsichten und Möglichkeiten für die Behandlung vor Ort. 

Möglichkeiten für DiGA-Anbieter

Und was sind die Möglichkeiten für DiGA-Anbieter und wie sieht in diesem Fall konkret die Abrechnung mit den Krankenkassen aus? Die Informationen finden Sie hier.