Digitalisierung im Gesundheitswesen

Was bedeutet das konkret?

Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst auch das Gesundheitswesen. Während die Corona-Pandemie und die größte Impfaktion der Geschichte das Gesundheitssystem herausfordern, wird auch noch fleißig an der Gesundheitsversorgung der Zukunft gearbeitet. Vor allem im digitalen Bereich entstehen neue Angebote, die die Qualität der deutschen Gesundheitsversorgung mit modernen Mitteln weiter verbessern sollen. Und so eröffnet die Digitalisierung völlig neue Chancen für die Zukunft.

Wir klären auf, was sich hinter den unterschiedlichen Schlagworten wie eRezept, Telemedizin und DiGA verbirgt und was das konkret für uns bedeutet.

eRezept

Mit dem eRezept erhalten sie Ihre benötigte Medizin noch bequemer und schneller.

Das eRezept wird in Zukunft das altbekannte rosa Papierrezept ersetzen. Letztlich ist das eRezept nichts anderes als ein digitaler Code, ähnlich dem QR-Code, den Sie bei der Abholung von Medikamenten einlösen. In einer App können Sie all Ihre eRezepte kinderleicht verwalten. Das Praktischste daran: über die App sind Sie direkt mit ihrer Apotheke vernetzt. So können Sie bspw. vorher nachfragen, ob ihr Medikament zurzeit verfügbar ist. Falls nicht, kann Ihnen Ihre Apotheke das gewünschte Medikament auch direkt nach Hause liefern.

Apothekerin Melanie Dolfen sieht aber nicht nur deshalb viele Vorteile im eRezept: „Durch die digitale Vernetzung mit unseren Patienten wird die Versorgung deutlich flexibler. So können wir ihnen deutlich schneller helfen“. „Code“, „App“ und „digital“ klingen Ihnen zu kompliziert? Keine Sorge, zur Not bekommen Sie ihre eRezept im Jahr 2022 auch noch ganz analog, als Ausdruck in Ihrer Arztpraxis.

Ausgedruckt oder als Code in der App.

Telemedizin

Mit der Telemedizin erhalten Sie kompetente ärztliche Beratung – jederzeit und ohne Ihr Haus verlassen zu müssen. 

Haben Sie schon einmal mit einer fiesen Erkältung in einem vollen Wartezimmer gesessen, nur um kurz danach mit einer Krankmeldung wieder heimgeschickt zu werden? Mit dem Angebot der Telemedizin ist dieser unsinnige Ausflug Geschichte. 

Telemedizin bedeutet: Arztbesuch, aber online. Die Online-Arzt-Praxis ZAVA  erreichen sie jederzeit, von dort wo Sie gerade sind. Ein Klick und Ihr Wohnzimmer wird per Videochat zum Behandlungszimmer. Alles was Sie benötigen ist ein Smartphone, Internet und die ZAVA-App. Klingt zu einfach, um seriös zu sein?  

„Telemedizinische Konsultation führen bei uns nur approbierte Ärztinnen und Ärzte mit mehreren Jahren Berufserfahrung durch. Damit sichern wir die Qualität der medizinischen Versorgung und machen sie gleichzeitig für viele Menschen jederzeit verfügbar“, versichert Dr. med. Ulrike Thieme, die stellvertretende ärztliche Leiterin von ZAVA. 

DiGA

Mit DiGA erhalten Sie schnell und unkompliziert eine Behandlung, die Ihnen weiterhilft. Per App oder Webanwendung. 

Digitale Gesundheitsanwendungen sind Apps oder Webanwendungen, die Sie auf Rezept erhalten. Sie helfen Ihnen bei der Genesung, indem sie interaktiv über die Krankheit informieren, praktische Übungen anleiten und so Symptome lindern. Dafür braucht es natürlich zuerst eine klare Diagnose Ihres behandelnden Arztes. Folglich sind die meisten DiGa auch als Ergänzung zur Behandlung bzw. Therapie vorgesehen.  

Bisher gibt es DiGa zur Behandlung von psychischen Erkrankungen, Schlafstörungen, Tinnitus und orthopädischen Problemen und einigen weiteren Diagnosen. 

Besonders im Bereich psychischer Erkrankungen schaffen sie große Abhilfe, wie Patientin Katharina Wiesteck berichtet: „Auf einen freien Therapieplatz zur Behandlung meiner Depression musste ich lange warten. Mit der DiGa konnte ich die Zeit dahin sinnvoll überbrücken. Das war eine riesengroße Hilfe!“

Fazit

Die neuen Digitalangebote machen es Patientinnen und Patienten auf Dauer leichter. Klar, der erste digitale Arztbesuch mag sich kurz seltsam anfühlen. Das erste eRezept ist ungewohnt. Und die Therapie per App muss man erst einmal kennenlernen. Doch in der Gesamtschau schaffen die digitalen Angebote eine sinnvolle Ergänzung zur bewährten Gesundheitsversorgung vor Ort. Deshalb sprechen Fachleute auch von den Chancen der neuen „hybriden Gesundheitsversorgung“.