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Zusammen in die Zukunft: Münchener Apotheken-Platzhirsch „Dr. Beckers Central Apotheke“ geht zum 50-jährigen Jubiläum mit Marktführer im Gesundheitswesen, NOVENTI, als neuen Partner gemeinsame Wege

 

Die Dr. Beckers Central Apotheke in den Stachus Passagen München ist offizieller Partner von NOVENTI, apothekereigene Unternehmensgruppe seit 120 Jahren. Geschäftsführer Marcel Becker ist passionierter Apotheker der ersten Stunde. Seine erste Apothekenerfahrung sammelte er bereits im Alter von zwölf Jahren im väterlichen Betrieb. Seit 2009 ist er mit 50 Mitarbeitern in der Verantwortung für die Dr. Beckers Central Apotheke. Zudem gründete er 2012 die Apovid GmbH. Im Zuge der neu geschlossenen Partnerschaft mit NOVENTI beantwortet der geschäftsführende Apotheker alle Fragen rund um seine Beweggründe.

Herr Becker, Ihre Leidenschaft hat eine lange Tradition, Sie feiern in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Was ist das Geheimrezept für Ihren Apothekenerfolg?

Wir fokussieren uns auf zwei Punkte: Absolute Kundenzentrierung und eine familiäre Atmosphäre. Dies liegt in unsere DNA, in unserer Tradition, die durch meinen Vater, Dr. Dr. Helmut Becker, vor 50 Jahren implementiert wurde und bis heute fortgeführt wird. Diese Sichtweise ist nicht nur ein essentieller Teil unserer Firmenphilosophie gegenüber unseren Kunden, sondern auch gegenüber unseren Partnern, weshalb wir eine enge Bindung zu NOVENTI und zu deren handelnden Personen, wie Dr. Hermann Sommer, aufgebaut haben. Wir möchten unser Jubiläum zum Anlass nehmen, eine zukunftsgerichtete Partnerschaft einzugehen und die Themen „eRezept ready“ sowie „Klimaneutralität“ zu unseren zu machen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Ihre digitale Zukunftsstrategie im Apothekenmarkt?

Die voranschreitende Digitalisierung ist Haupttriebfeder unserer unternehmerischen Entscheidungen. Die Corona-Pandemie hat die Potenziale und zukünftigen Entwicklungen dieses Themenfeldes mehr als deutlich aufgezeigt, weshalb wir uns als Dr. Beckers Central Apotheke darin bestätigt fühlen, bereits vor Jahren in dieses Themenfeld investiert zu haben. Die Etablierung eines eigenen Online-Shops, digitaler Beratungskonzepte sowie eines Ort- und zeitungebundenen Kundenzugangs sind bereits heute und in Zukunft DAS strategische Ziel.

Mit NOVENT haben Sie jetzt einen Full-Service Gesundheitspartner an Ihrer Seite. Was waren die Gründe für Ihre Wahl?

Durch die genossenschaftliche Struktur, die seit 120 Jahren besteht, haben wir die NOVENTI in der Vergangenheit bereits als essenziellen Partner wahrgenommen. Das Abrechnungszentrum der NOVENTI ist bereits seit langem zuverlässiger Partner an unserer Seite und wird auch in Zukunft unsere erste Wahl sein. Dies wurde durch das dazugehörige Softwaresystem und damit verbunden auf die gesamte IT-Struktur der Dr. Beckers Central Apotheke erweitert und verfestigt. Mit der Innovationskraft und Vorreiterrolle in Zukunftsthemen der Telematikinfrastruktur und dem damit verbundenen eRezept sehen wir uns gemeinsam mit der NOVENTI für die kommenden 50 Jahre auf dem richtigen Weg.

Die Umstellung am „offenen Herzen“ von dreizehn Kassensystemen inklusive Warenwirtschaft stellen wir uns schwierig vor. Wie waren die Planung und Umstellung für Sie und Ihre Mitarbeiter?

Eine vollumfängliche Umstellung der internen IT, vom Server bis zur letzten Maus, war eine sehr große Herausforderung. Allerdings haben wir uns von der ersten Minute des Gesprächs mit Herrn Dr. Hermann Sommer bis zum Verlassen der letzten NOVENTI-Mitarbeiter und nach erfolgreicher Schulung des in Betrieb gegangen Kassensystems im laufender Betrieb der Apotheke in sicheren und fachkundigen Händen gefühlt. Die jahrelange Erfahrung der NOVENTI/awinta in Kombination mit einem professionellen, unaufgeregten Team, das uns in der Umstellung auch menschlich sehr eng begleitet hat, haben sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Apotheke als auch uns als Unternehmensleitung schnell sehr viel Sicherheit gegeben, die im Ergebnis absolut bestätigt wurde.

Das Insolvenzverfahren des Rechenzentrums AvP betrifft viele Ihrer Kollegen. Wie sichern Sie Ihr Liquiditätsmanagement?

Verlässliche Partnerschaften sind gerade unter dem Eindruck der AvP-Insolvenz ein Grundpfeiler des Marktbestehens für Apotheken vor Ort. Apotheken haben den Auftrag der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung durch den Gesetzgeber auferlegt bekommen, dazu ist es aber notwendig, wirtschaftlich arbeiten zu können. Hauptbestandteil ist daher die zuverlässige und gesicherte Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenversicherungen, ohne die eine Apotheke nicht bestehen kann.

Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie durch die Digitalisierung im Gesundheitsmarkt
und speziell für Apotheken?
 

Die Zusammenarbeit der drei wichtigsten Bestandteile im Apothekenmarkt wird in Zukunft noch wichtiger werden: Hersteller, Dienstleister und Apotheken vor Ort müssen und werden in Zukunft noch dezidierter an einer gemeinsamen Zielsetzung arbeiten müssen. Dies manifestiert sich unter anderem durch die Initiative der NOVENTI in Projekten wie der „Pro Apotheke vor Ort“ als das Buchungsportal der Apothekenwelt. Der Ort- und zeitunabhängige Kundenzugang zur Apotheke wird elementarer Bestandteil sämtlicher Zukunftsstrategien sein. NOVENTI hat hier bereits vor einigen Jahren mit der App für den Apothekenkunden „CallmyApo“ den ersten Schritt getan und verfolgt dies konsequent durch seine Vorreiterrolle in den Themen „Plattformökonomie“ in Verbindung mit „eRezept“ und „ePatientenakte“. 

Die Apotheke vor Ort wird immer der zentrale Beratungsort der Zukunft sein. Wie wichtig ist die persönliche Beratung?

Als Apotheke vor Ort ist man nicht nur eine Abgabestelle für Arzneimittel. Man ist auch sozialer Kontaktpunkt und Unterstützer in sämtlichen Gesundheitsbelangen. Diese Punkte haben bereits und werden im Zuge der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Damit sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sowohl fachlich als auch menschlich auf einem Top-Level agieren, Dreh- und Angelpunkt einer relevanten und erfolgreichen Apotheke vor Ort. Ohne die menschliche Komponente, die sich über die reine Beratung zu Arzneimitteln hinausbewegt, ist eine Apotheke vor Ort schwer in der Erfolgsspur zu halten.

Wie hat sich der Beruf zu heute verändert und welchen Tipp geben Sie Berufseinsteigern?

Die Berufsgruppe in den Apotheken vor Ort hat sich noch mehr vom Heiler zum ganzheitlichen Gesundheitsdienstleister entwickelt. Die persönliche Betreuung und Beratung geht heute über die reine Abgabe von Arzneimitteln hinaus und zusätzliche, spezialisierte Dienstleistungen, angefangen bei der Darm- bis hin zur Kosmetikberatung, sowie gänzlich neue Themenfelder wie die angedachte Möglichkeit der Impfung in Apotheken, rücken noch mehr in den Fokus. So versuchen wir unsere 50 Kolleginnen und Kollegen auf die Reise zum ganzheitlichen Gesundheitsspezialisten mitzunehmen.

Corona ist nicht mehr ganz weg zu denken. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um?

Die Corona-Pandemie hat zu einer raschen gesellschaftlichen Fortentwicklung geführt, die auch die Apotheke betrifft. TelePharmazie hat ebenso Einzug gehalten wie eine intensivere Nutzung eines Lieferservices der Apotheken vor Ort. Dies hat dazu beigetragen, dass die Apotheke auch als systemrelevante Institution im Gesundheitswesen wahrgenommen wird. Begleitende Werbekampagnen, wie zum Beispiel „Bring Corona nicht zur Oma“ oder die neueste Kooperation aus dem Hause NOVENTI mit der DoctorBox App „Corona stoppen“, unterstützen Apotheken in ihrer Wahrnehmung vor Ort.

Warum sollten Apotheken einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten?

Zukunft und Gesundheit gehen Hand in Hand. Dementsprechend sollte es für jede Institution und jedes Unternehmen der Gesundheitsbranche selbstverständlich sein, den Studien zum Beispiel zu Luftverschmutzung und deren Auswirkung auf die Gesundheit im positiven Sinne entgegenzuwirken und die Zukunft samt Gesundheit mitzugestalten. Gerade im Hinblick auf verstopfte Autobahnen und die damit verbundene Umweltbelastung kann die Apotheke vor Ort im Vergleich zum Versandhandel punkten und dies mit der Unterstützung, zum Beispiel durch Kampagnen wie die der NOVENTI zum Thema „Klimaneutrale Apotheke“. Handel und Kunden können so mit den richtigen Partnern Hand in Hand die Zukunft selbst gestalten.

Damit Gesundheit Zukunft hat – im Dienste der Apotheke vor Ort

Der Fokus der neuen Partnerschaft zwischen NOVENTI und Dr. Beckers Central Apotheke liegt in der ganzheitlichen Wertschöpfungskette als Antwort auf die gesellschaftliche Frage nach Klimaneutralität und den steigenden Kundenbedürfnissen hinsichtlich einer digitalisierten Welt. Dies betrifft die sichere eRezept-Anbindung, die Verknüpfung der stationären Apotheke als zentraler und moderner Beratungsort, die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung sowie die finanzielle Planungssicherheit von neuen Visionen und zuverlässigen Abrechnungslösungen, damit Apotheken auch in Zukunft am Markt erhalten und für den Apothekenkunden attraktiv bleiben.

Marcel Becker, Innovator und Digital-Botschafter, resümiert die Partnerschaft mit NOVENTI so: „Klasse Arbeit, die das NOVENTI-Team bei der Umstellung abgeliefert hat. Wir sind alle sehr glücklich. Über die gemeinsame Planung im Vorfeld und Installationsumsetzung vor Ort binnen kürzester Zeit. Auch der Praxistest mit unseren Kunden hat die neue Software erfolgreich durchlaufen und die Mitarbeiter kommen aus dem Strahlen mit dem neuen Kassensystem nicht mehr heraus.“, so Marcel Becker.

Dr. Hermann Sommer, Vorstandsvorsitzender NOVENTI: „Wir freuen uns sehr, Marcel Becker und die traditionsreiche Apothekerfamilie als wertvollen Partner gewonnen zu haben. Gemeinsam mit uns geht er – neben der Abrechnung und dem Warenwirtschaftssystem von NOVENTI – ab sofort auch den Weg in eine klimaneutrale Zukunft und setzt damit einen wichtigen Fußabdruck in der Apothekenbranche. Wir als NOVENTI kompensieren den CO2-Ausstoß der Apotheke im Rahmen unserer Initiative „ZEICHEN SETZEN! – Initiative klimaneutrale Apotheken Deutschlands”, die wir in Kooperation mit dem „Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ umsetzen, unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Dr. Gerd Müller.